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Kapitel 6

Als das Licht fast erlosch

Als das Licht fast erlosch – scene

Sie kletterten höher und höher, bis ganz hinauf auf den kalten Bergkamm. Dort oben pfiff der Wind, und ein grauer Nebel kroch heran.

Das Kälbchen war müde. Sein Licht war nur noch ein winziger Funke. Und Mary merkte: Sie hatten sich verirrt.

Da – hoch über ihnen! Das große, warme Leuchten der Mama zog vorbei, ganz nah. Mary winkte und rief: „Hier! Hier ist dein Kind!“

Aber die Mama sah sie nicht. Das Licht des Kälbchens war viel zu schwach geworden. Langsam zog das große Leuchten weiter und verschwand im Nebel.

Mary sank auf die Knie. Jetzt verstand sie. Weil sie das hellste Licht für sich behalten hatte, war das Kälbchen zu dunkel geblieben. Zu dunkel, um gesehen zu werden.

„Das ist meine Schuld“, flüsterte sie, und eine Träne lief ihr über die Wange.