Ökosystem & Umwelt
Nereidum umfasst eine atemberaubende Bandbreite mariner Lebensräume, von den sonnengesprenkelten Untiefen tropischer Riffsysteme bis zu abyssischen Ebenen, in die nie ein Oberflächenlicht gedrungen ist. Diese ökologische Weite ist kein Zufall; sie ist das bewusste Ergebnis jahrhundertelanger Ausbreitung und Pflege der Nereids, geleitet vom Grundsatz, dass die Gesundheit des gesamten Ozeans von der Vitalität jeder seiner Zonen abhängt. Siedlungen der Nereids finden sich überall dort, wo der Ozean ein Fundament bietet, doch jede Gemeinschaft ist an ihre besondere Umgebung angepasst, von den wärmeliebenden Korallenstädten der mittleren Tiefen bis zu den kalten, druckbeständigen Außenposten nahe geothermischen Quellgruppen am tiefen Meeresgrund.
Die geothermischen Quellen der abyssischen Zone gehören zu den strategisch bedeutendsten Merkmalen der Umwelt Nereidums. Sie liefern Wärmeenergie, die die Gezeitengeneratoren speist, die die Tiefsee-Siedlungen erhalten, und die chemisch reichen Wasser, die sie ausstoßen, tragen einzigartige Ökosysteme, die die Nereids mit besonderer Sorgfalt erforschen und schützen. Das Ministry of Ocean Harmony unterhält ständige Forschungsstationen nahe den ergiebigsten Quellfeldern und überwacht seismische Aktivität und chemischen Ausstoß, um Umweltveränderungen vorauszusehen, bevor sie zu Krisen werden.
Seichtere Regionen werden von lebenden Korallenriffen beherrscht – manche natürlich, andere von Nereid-Architekten wie Thalassa Coralweave über Generationen kultiviert. Diese Riffsysteme tragen eine außergewöhnliche Biodiversität und dienen zugleich als Wohnstätten, Nahrungsquellen, Materialsteinbrüche und heilige Räume. Die Nereids regeln die Ernte aus allen Riffzonen durch strenge Quoten, die vom Ministry of Undersea Resources durchgesetzt werden. Biolumineszente Organismen werden überall im Ökosystem nicht nur für Licht kultiviert, sondern als ökologische Anzeiger; Veränderungen in den Leuchtmustern warnen die Nereids vor Verschmutzung, Temperaturverschiebungen oder magischen Störungen lange bevor die Auswirkungen für die Oberflächenwelt sichtbar werden.