Chapter 4
Die Suche im Schleier
Das kleine Wesen schmiegte sich in Marys Hand. Es war warm und kribbelte wie Sonnenlicht.
Hoch oben am Schleier zog ein großes, fernes Leuchten seine Bahn – langsam, riesig, ruhig. „Das ist deine Mama, nicht wahr?“, sagte Mary. „Du bist vom Himmel gefallen und findest nicht mehr hinauf.“
Das Kälbchen leuchtete kurz auf, als wollte es Ja sagen. Dann wurde sein Licht wieder ganz klein.
Mary wusste, wie sich das anfühlte: klein sein und sich verloren fühlen. Und auf einmal war ihre eigene Traurigkeit gar nicht mehr so wichtig.
„Komm“, sagte sie und stand auf. „Bevor die Sonne kommt, bringe ich dich nach Hause. Versprochen.“
Sie warf einen letzten Blick auf das warme Licht in den Fenstern ihres Hauses. Dann ging sie los, hinaus über die dunklen Wiesen von Greenvale, dem kleinen Stern den Weg leuchtend in ihrer Hand.