Chapter 7
Was Mamas Licht weiß
Im kalten Nebel kuschelte sich das zitternde Kälbchen ganz nah an Mary. Es war so klein. Es wollte nichts weiter, als gesehen zu werden.
Mary legte die Arme um das warme Licht. Und während sie es hielt, hörte sie in ihrem Herzen wieder Mamas Stimme von früher, an einem anderen Abend auf dem Hügel:
„Weißt du, mein kleines Licht“, hatte Mama gesagt, „ein Licht, das man für sich behält, bleibt immer gleich klein. Aber ein Licht, das man verschenkt, das wird größer. Davon wird die ganze Nacht hell.“
Damals hatte Mary es nicht verstanden. Jetzt schon.
Sie schaute das kleine Wesen an. Sie dachte an das Baby zu Hause. Und sie wusste auf einmal ganz tief in sich: Ihr Licht würde nicht weniger, wenn sie es teilte.
Es würde mehr.