Obsidianarchiv
Obsidianarchiv is a wahrzeichen in Landorya. Ein versiegeltes vorwüstenzeitliches Verwahrhaus von außergewöhnlicher historischer Bedeutung, dessen äußere Struktur gänzlich aus einem vulkanischen Glas besteht, das in den Flüs… Geography: Das Obsidianarchiv liegt auf einem abgeschiedenen Felsvorsprung etwa zwölf Kilometer vom nächstgelegenen Sand-Glyphen-Sendeknoten entfernt,… Climate: Die Obsidianwände des Archivs nehmen Wärme in weit höherem Maße auf und speichern sie als die umgebenden Sandsteinforma…
Ortsinfo
- Typ
- Wahrzeichen
Über
Obsidianarchiv is a wahrzeichen in Landorya. Ein versiegeltes vorwüstenzeitliches Verwahrhaus von außergewöhnlicher historischer Bedeutung, dessen äußere Struktur gänzlich aus einem vulkanischen Glas besteht, das in den Flüs… Geography: Das Obsidianarchiv liegt auf einem abgeschiedenen Felsvorsprung etwa zwölf Kilometer vom nächstgelegenen Sand-Glyphen-Sendeknoten entfernt,… Climate: Die Obsidianwände des Archivs nehmen Wärme in weit höherem Maße auf und speichern sie als die umgebenden Sandsteinforma…
Geografie
Das Obsidianarchiv liegt auf einem abgeschiedenen Felsvorsprung etwa zwölf Kilometer vom nächstgelegenen Sand-Glyphen-Sendeknoten entfernt, in einer Region der Flüsternden Sande, die kaum natürlichen Verkehr sieht. Das Bauwerk selbst ist ein einstöckiger Bau von unregelmäßigen Verhältnissen, weder Kuppel noch Rechteck, sondern etwas dazwischen, mit Wänden von etwa vier Metern Dicke an ihrer Basis. Das Obsidianmaterial ist vollkommen glatt und porenlos. Ein schmaler äußerer Gang läuft um den gesamten Umfang und endet an einer türförmigen Vertiefung in der Wand, die von außen weder Griff, noch Schlüsselloch noch Scharnier erkennen lässt.
Klima
Die Obsidianwände des Archivs nehmen Wärme in weit höherem Maße auf und speichern sie als die umgebenden Sandsteinformationen, wodurch die Außenfläche während der Mittagszeit in der Brennenden Jahreszeit gefährlich heiß zu berühren ist. Diese thermische Eigenschaft wurde von einigen Gelehrten als beabsichtigt gedeutet: als passive Abschreckung gegen unbefugte Nahuntersuchung. Die Innentemperatur scheint, soweit sie sich aus magischer Resonanzmessung erschließen lässt, unabhängig von den äußeren Bedingungen konstant zu bleiben, was entweder eine aktive Temperaturregelung oder eine außerordentliche Dämmeigenschaft des Obsidians selbst nahelegt.
Sehenswürdigkeiten
- 📍 Die Äußere Siegel-Vertiefung, die türförmige Einbuchtung, deren Auslösemechanismus nach zwei Jahrhunderten des Studiums unentdeckt bleibt
- 📍 Der Ort des Diplomatischen Zeltes, ein dauerhaft halb freigeräumter Bereich, an dem die Verhandlungsparteien der Gelehrten und Mystaraner seit jeher förmliche Zugangsgespräche geführt haben
- 📍 Das Resonanz-Kartierungs-Feld, ein Netzwerk aus Gelehrteninstrumenten rings um das Archiv, das fortwährend die magischen Ausstrahlungen aus dem Inneren aufzeichnet
- 📍 Die Obsidian-Oberflächeninschrift, eine einzelne Zeile Text in einer nicht identifizierten Schrift, entdeckt an der Ostseite des Archivs auf einer Höhe, die eine zwei Meter hohe Leiter erfordert, von keiner der beiden Parteien übersetzt
Geschichte
Das Obsidianarchiv wurde erstmals vor etwa zweihundertdreißig Jahren von einer Vermessungsexpedition der Wüstengelehrten förmlich dokumentiert. Mystaranische Gelehrte legten Gegendokumentation vor, die eine Kenntnis der Stätte für mindestens eine Generation vor jenem Zeitpunkt behauptete, was zum ersten Zankapfel im Besitzstreit wurde. Mehrere gemeinsame Forschungssitzungen wurden versucht, die meisten endeten in verfahrensmäßigem Zwist darüber, wer die Übersetzungsschlüssel innehätte, sollte das Innere zugänglich werden. Die jüngste Runde förmlicher Verhandlungen, unter der Vermittlung einer eldorianischen neutralen Partei abgehalten, brachte ein Rahmenabkommen hervor, das anschließend vom Mystaranischen Arkanen Konklave aus technischen Gründen abgelehnt wurde. Der gegenwärtige Zustand ist ein überwachtes Patt, wobei beide Parteien Beobachtungsposten in Sichtweite des Bauwerks unterhalten.
Legende & Überlieferung
Die interne Überlieferung der Wüstengelehrten besagt, dass das Obsidianarchiv den endgültigen, vollständigen Katalog der Zivilisation der Ersten Archivare enthält, jenes Dokument, das jede offene Frage über die Vorwüstenzeit klären und die Schlafende-Archiv-Hypothese bestätigen oder widerlegen würde. Die mystaranische Überlieferung besagt, wie ihre Botschafter berichten, dass das Archiv den Beweis eines urzeitlichen magischen Bundes enthält, der ihrer Zivilisation Hoheit über eine bestimmte Klasse arkanen Wissens verleiht. Ob eine der beiden Darstellungen irgendeine tatsächliche Grundlage hat, lässt sich unmöglich prüfen, denn niemand war je im Inneren. Manche Gelehrte merken im Stillen an, dass beide Überlieferungen genau so zugeschnitten sind, dass jede Partei sich weigern muss, ihren Anspruch aufzugeben.
Leben & Kultur
Das Obsidianarchiv hat keine ständigen Bewohner. Die Wüstengelehrten unterhalten einen Stein-Wächter-Posten zweihundert Meter vom Bauwerk entfernt, monatlich abgelöst. Eine mystaranische Beobachterabordnung lagert in gleichem Abstand auf der gegenüberliegenden Seite. Der förmliche Austausch zwischen den beiden Posten ist selten, doch im Allgemeinen zivil; sie teilen Wetterberichte und warnen einander bisweilen vor herannahenden Sandstürmen. Forschungsgelehrte beider Zivilisationen kommen von Zeit zu Zeit, um neue Resonanzmessungen vorzunehmen oder neue Herangehensweisen an das äußere Siegel zu versuchen. Keinem ist es gelungen. Die Stätte hat eine Atmosphäre ungeheurer, geduldiger Spannung, als warte das Archiv selbst darauf, dass beide Parteien die richtige Frage stellen, ehe es sich zu öffnen bereit erklärt.