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Chapter 5

Wo das Licht wohnt

Wo das Licht wohnt – scene

Die Nacht war voller Wunder, wenn man nur genau hinsah.

Auf den Wiesen blühten Blumen, die im Dunkeln glühten. Der Fluss trug den Schleier auf seinem Rücken, als schwämmen die Sterne darin. Ein scheues Reh hob den Kopf und schaute sie an.

Mary merkte: Wenn sie dem Kälbchen ein Lied summte, leuchtete es heller. Also summte sie. Und das kleine Wesen strahlte und tanzte um sie herum, und der Weg wurde hell und froh.

„Schau nur, wie du leuchtest!“, lachte Mary.

Doch dann strahlte das Kälbchen so hell, fast so hell wie die Sterne selbst – und etwas in Mary zog sich zusammen. „Nicht so hell“, sagte sie leise und hörte auf zu summen. „Du sollst nicht heller leuchten als ich.“

Das Licht des Kälbchens wurde wieder kleiner. Und der Weg wurde wieder ein bisschen dunkler.