Einführung
Die Islanders der Shimmering Isles sind ein seefahrendes Volk, dessen bloßes Dasein aus Salzgischt, Sternenlicht und der uralten Magie der Gezeiten gewoben ist. Nach den ältesten Überlieferungen Landoryas stiegen die Isles selbst als ein Geschenk der Nereids an die Oberwelt aus dem Ozean empor, funkelnd in verzauberter Schönheit. Über Generationen hinweg ließen sich Völker aus verschiedenen Landen an diesen Küsten nieder, und jede Kultur fügte dem weiten, schimmernden Geflecht des Archipels ihren eigenen Faden hinzu. Das Ergebnis ist eine Zivilisation von bemerkenswerter Vielfalt, doch geeint durch eine einzige, unerschütterliche Überzeugung: Das Meer schenkt, das Meer lehrt, und das Meer währt.
Überall in Landorya bekannt für ihren fortgeschrittenen Schiffbau, ihre Meisterschaft der Seemagie und ihr unübertroffenes navigatorisches Können, dienen die Islanders als die wichtigsten Seehändler und Vermittler des kulturellen Austauschs des Kontinents. Ihre maritimen Handelsnetze verbinden ferne Regionen und machen sie für das wirtschaftliche und diplomatische Leben der weiteren Welt unentbehrlich. Obwohl aus eigener Wahl etwas abgeschieden, ziehen ihre bezaubernden Inseln Gelehrte, Abenteurer und Diplomaten gleichermaßen an Küsten, die in einem überirdischen Glanz schimmern, der über Meilen hinweg sichtbar ist.
Was die Islanders von anderen maritimen Völkern unterscheidet, ist nicht bloß ihre Geschicklichkeit auf dem Wasser, sondern ihr philosophisches Verhältnis dazu. Sie bezwingen das Meer nicht – sie sprechen mit ihm. Jedes Kind lernt, noch ehe es laufen kann, dass der Ozean kein zu überwindendes Hindernis ist, sondern ein zu verstehender Partner. Diese Weltsicht durchdringt jede Institution, jedes Handwerk und jedes Gebet und bindet hundert Inseln und ein Dutzend Siedlerkulturen zu einem einzigen zusammenhängenden Volk.
Ihre Stärken liegen in fortgeschrittenen seefahrerischen Fähigkeiten, in der Beherrschung der Wassermagie und in der Kontrolle über maritime Handelswege. Zu ihren Verwundbarkeiten zählen die Abhängigkeit von Meeresressourcen, die Anfälligkeit für Seeblockaden und ein begrenzter Einfluss zu Lande. Doch in Krisenzeiten verleiht die über Dutzende von Inseln verteilte Natur ihrer Zivilisation eine Widerstandskraft, die zentralisierten Nationen fehlt: Kein einzelner Angriff kann das Ganze lähmen, und das Meer selbst dient zugleich als Straße und als Festung.