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Einführung

Die Mystaraner gehören zu den rätselhaftesten Zivilisationen in ganz Landorya, ein Volk, das nicht durch Eroberung, Reich oder die Verwaltung der natürlichen Welt geprägt ist, sondern durch einen unerbittlichen Hunger nach arkanem Wissen und eine tiefe Einstimmung auf die verborgenen Ströme der Wirklichkeit. Die nebelverhangenen Lande von Mystara bewohnend, werden sie von den anderen Rassen zugleich verehrt und gefürchtet, ihre wahre Natur immerfort hinter Schichten mystischer Zurückhaltung und bewusster Undurchschaubarkeit verhüllt. Ihre Meisterschaft der arkanen Magie gilt als unübertroffen, ihre Gabe der Vorausschau als beunruhigend und ihr Zugang zu seltenen magischen Ressourcen als der Neid der Gelehrten über den ganzen Kontinent hinweg.

Für auswärtige Augen sind die Mystaraner ebenso sehr Legende wie lebendiges Volk. Reisende, die aus Mystara zurückkehren, tragen widersprüchliche Berichte — manche beschreiben ein Land von leuchtender, atemberaubender Schönheit, in dem die Luft selbst vor Macht summt; andere erinnern sich an drückende Stille, durchbrochen nur von quellenlosen Flüstern. Dies ist keine zum Effekt erschaffene Illusion. Mystara offenbart sich jedem Besucher anders und spiegelt die innere Natur und magische Einstimmung derer, die es betreten. In einem Land, das so von arkaner Energie gesättigt ist, dass die Wahrnehmung selbst fließend wird, gibt es keine einzige Wahrheit des Ortes, nur die Wahrheit, die das Land zu zeigen wählt.

Unter den Älteren wie den Jüngeren Rassen Landoryas nehmen die Mystaraner eine einzigartige und unersetzliche Stellung ein. Sie sind weder Krieger nach Art der Drakonians, noch große Erbauer nach Weise der Eldorians, noch wilde Verwalter wie die Sylvan Elves. Sie sind Sucher — ruhelose Geister, gehüllt in heitere Gelassenheit, ewig die äußersten Ränder des Wissens erforschend und dem philosophischen Streben hingegeben, das sie die Fünf Großen Mysterien nennen: die Natur der Zeit, das Gewebe des Raums, der Ursprung des Bewusstseins, die Bedeutung der Leere und der Zweck der Magie selbst.