Struktur
Die nomadische Selbstverwaltung zentriert sich um die Stammes-Konföderation, eine flexible politische Struktur, entworfen, um die Autonomie jedes Stammes zu ehren, während sie kollektive Entscheidungsfindung in Angelegenheiten ermöglicht, die alle betreffen. Jeder Stamm wählt einen Vertreter in den Ältestenrat, das oberste beratende Gremium der Konföderation. Führungsrollen innerhalb des Rates rotieren bewusst, um zu verhindern, dass eine einzelne Stimme dominiert, und Entscheidungen werden durch offene Diskussion statt durch Mehrheitsherrschaft erzielt. Dieses Bekenntnis zum Konsens, mühsam nach den Maßstäben sesshafter Königreiche, spiegelt eine Kultur wider, die jede Sichtweise als der Erwägung würdig erachtet und die durch harte Erfahrung den Preis des Verstummenlassens der Wenigen gelernt hat.
Die gegenwärtige symbolische Galionsfigur der Konföderation ist Vaelen Swiftmane, ein geachteter Ältester des Tribe of the Silver Mane, gefeiert für seinen besonnenen Rat und seine Gabe, gegensätzliche Standpunkte zu versöhnen. Die wirkliche Regierungsgewalt aber ruht beim vollständigen Ältestenrat, dessen Befugnis nicht aus Gewalt, sondern aus angesammelter Weisheit und dem tiefen Vertrauen des Volkes erwächst. Unter dem Rat behandeln mehrere Ministerien spezialisierte Bereiche: Das Ministerium für Bildung und Erzählkunst bewahrt die mündlichen Überlieferungen und verwaltet die Weitergabe von Wissen zwischen Generationen; das Ministerium für Handel und Tausch erleichtert den Ressourcenaustausch innerhalb der Konföderation und mit benachbarten Zivilisationen; das Ministerium für Diplomatie und Außenkontakt verwaltet formale und informelle Beziehungen zu auswärtigen Völkern; und die Plains Guard, unter der Koordination eines benannten Kriegsführers in Zeiten der Not, sorgt für die kollektive Verteidigung.
Gerechtigkeit unter den Nomaden ist eher wiederherstellend als strafend. Streitigkeiten werden von benannten Ältesten vermittelt, deren Rolle Versöhnung und Gemeinschaftsheilung ist, nicht Bestrafung. Verbrechen wird nicht als Vergehen gegen einen abstrakten Staat verstanden, sondern als ein Riss im lebendigen Gewebe der Gemeinschaft, einer, der durch Dialog, Verständnis und die Wiederherstellung von Beziehungen geheilt werden muss. Dieses System, in tiefem Respekt vor der Verbundenheit aller Gemeinschaftsmitglieder verwurzelt, hat sich über die Jahrhunderte als wirksam erwiesen, den Zusammenhalt unter einer Konföderation unabhängiger und oft eigenwilliger Stämme zu wahren.