Körperliche Merkmale
Aeriels stehen zwischen anderthalb und knapp zwei Metern hoch, ihre Gestalten schlank und hohlknochig nach Art der Vogelanatomie, gebaut für die kalte, dünne Luft großer Höhe. Ihre prägendsten Merkmale sind ihre großen befiederten Flügel — die Hauptspannweite erreicht bei einem ausgewachsenen Erwachsenen knapp vier bis viereinhalb Meter — und ihr Gefieder, das Kopf, Schultern und die oberen Teile von Armen und Beinen bedeckt und an Händen und unterem Gesicht in glatte, leicht beschuppte Haut übergeht. Schnabelstrukturen sind in den meisten Linien verkümmert und treten als ausgeprägter, leicht gekrümmter Wulst der Oberlippe und ein geschärfter Kieferansatz statt eines vollen Vogelschnabels zutage, obwohl ältere Blutlinien aus der Ära vor den Shattered Skies ausgeprägtere Schnäbel behalten.
Die Augenfärbung unter Aeriels folgt himmlischen Mustern: Die Jungen zeigen typischerweise lebhafte Gold- und Azurtöne, während jene, die viele Jahrzehnte Magie studiert oder praktiziert haben, ihre Iris sich zu Silber, Violett oder dem tiefen Grau der Sturmwolke verschieben sehen, als würde der Himmel selbst in ihren Blick aufgenommen. Bekrallte Füße verleihen Halt auf den nackten Steinplattformen und Klippenrändern der schwebenden Inseln Caelums, wo herkömmliches Schuhwerk eine Belastung wäre.
Das Phänomen, bekannt als Luminesce, ist einzigartig für Aeriels: eine unwillkürliche, feine Verschiebung der Federfärbung, die starke Veränderungen von Gefühl und magischer Einstimmung begleitet. Tiefe Blau- und Silbertöne zeigen Ruhe oder gelehrte Konzentration an; Bernstein und Bronze signalisieren Wärme oder Zuneigung; Karmesin und dunkles Violett verraten Zorn, Trauer oder Furcht. Diese biologische Transparenz bedeutet, dass soziale Interaktionen der Aeriels eine visuelle Dimension tragen, die anderen Völkern nicht zur Verfügung steht, und die Aeriel-Etikette legt hohen Wert auf emotionale Gefasstheit als Zeichen von Weisheit und Selbstbeherrschung. Die Meisterung der eigenen Luminesce gilt eher als lebenslange Disziplin denn als gesellschaftliche Konvention.